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Brot und Gebäck

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Vergleich zw. Vollkornbrot und Weißbrot

Vollkornbrote haben
...einen höheren EW-Gehalt und enthalten auch biologisch hochwertiges EW (Globuline und Albumine). Das Klebereiweiß kann nur zu einem geringen Teil in Körpereiweiß umgebaut werden.
...einen höheren Fettgehalt (Keimling)
...einen höheren Ballaststoffgehalt: EW, Vitamine, Mineralstoffe sind von Balaststoffen umgeben und können nur langsam herausgelöst und resorbiert werden, diese resorptionsverluste werden aber durch den hohen Nährstoffgehalt der Vollkornprodukte ausgeglichen.
...einen niedrigeren Stärkegehalt bedingt durch den hohen Anteil an Nähr- und Ballaststoffen.
...einen höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt: Diese Stoffe sind im Keimling, in der Frucht- und Samenschale enthalten und decken z.B. besonders den Vitamin-B1-Bedarf, der häufig nicht gedeckt ist.

Österreich steht an 12. Stelle des europäischen Brotverbrauchs, der Pro-Kopf-Konsum lag 1998 bei 69 kg.
38% der Brot- und Backwaren werden aus dunklen bzw. Vollkornmehlen, jedoch ca. 50% der Erzeugnisse aus hellen Mehlen erzeugt.

TEIGLOCKERUNG

Der Zusatz von Teiglockerungsmitteln bewirkt eine bessere Verdauung und Abbau von Nährstoffen.

Mechanische Teiglockerung

Dem Teig wird durch Kneten, Rühren oder Melieren von Eischnee Luft zugeführt.
Eischnee muß vorsichtig unterhoben werden, da er sonst zusammenfällt. Außerdem muß das Gebäck sofort gebacken werden, da sonst Luft entweicht.

Biologische Teiglockerung

Durch Hefen und Milchsäurebakterien können Teige gelockert werden.
Hefen sind Kleinlebewesen, die zum Wachstum Wärme, Luft, Wasser und Nahrung benötigen. Sie spalten Zucker in Alkohol und CO2 = alkoholische Gärung; das bewirkt eine Lockerung des Teiges.
Für die Teigherstellung muß warme Flüsigkeit verwendet werden, da sich die Hefen sonst nicht vermehren.
Teig muß man vor dem Backen gehen lassen, denn unter größerer Hitzeeinwirkung können sich Hefen nicht vermehren.
Hefen benötigen Wasser zum Leben, daher muß ausreichend Flüssigkeit im Teig sein.
Hefen sind als Lockerungsmittel für zucker- und fettreiche Teige ungeeinet, da beide Zutaten in hohen Mengen die Hefen zerstören bzw. deren Wachstum hemmen.

Milchsäuregärung

Sauerteig enthält Milchsäurebakterien und Hafen. Sie spalten den Doppel- und Einfachzucker des Mehls in milchsäure, CO2 und etwas Essigsäure. Der Teig wird gesäuert und beim Backen gelockert.

Chemische Teiglockerungsmittel

Bei Backpulver, Hirschhornsalz und Pottasche kommt es durch Wasser-, Säure- oder Hitzeeinwirkung zur Gasbildung.
Backpulver sollte erst zum Schluß zusammen mit dem Mehl zum Teig gegeben werden und sofort gebacken werden.
Pottasche sollte nur für säurehältige Teige verwendet werden, z.B. Lebkuchenteig.
Hirschhornsalz, eine Amoniumverbindung, sollte aufgrund seines starken geruchs und Geschmacks nur für stark gewürztes Gebäck, wie z.B. Lebkuchenteig verwendet werden.

  
Unold-electro 68511 Backmeister Extra
von Unold-electro
Siehe auch:
Brotbacklust: 222 Rezepte für den Brotbackautomaten
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